Peter Beck studierte Psychologie, Wirtschaft und Philosophie, doktorierte in Psychologie und machte einen MBA in Manchester. Er trägt im Judo den schwarzen Gürtel, war in der Geschäftsleitung eines grossen Unternehmens und in mehreren Verwaltungsräten.

 

Heute ist Peter Beck sein eigener Chef, unterstützt Firmen bei der Gestaltung ihrer Unternehmenskultur und schreibt an der rasanten Thriller Reihe mit Tom Winter. ONEWORLD, der Londoner Verlag, der 2015 und 2016 den Man Booker-Preis gewonnen hat, bringt die Reihe im Imprint Point Blank ab 2018 auf Englisch heraus.

 

Peter Beck ist Mitglied des Syndikats, der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur und der International Thriller Writers, ITW.

 

 

Kontakt: info(at)peter-beck(dot)net 

 

Downloads: Lesungen, Interviews, Audiodateien, Fotos, Krimikarte und mehr zum herunterladen.      

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Die Menschen hinter der Tom Winter Thriller Reihe:

Tanja Howarth Literary Agency

19 New Row

London WC2N 4LA - England

+44 (0)20 7240 5553

 

tanja.howarth@btinternet.com

 

 

 

 

Irène Kost, Lektorin

Im Grund 37

2502 Biel / Bienne

Schweiz

 

www.dasbuch-dertext.ch

 

 

Jamie Bulloch

Übersetzer

42 Lorn Road

SW9 0AD London

England

 

Wikipedia-Profil

 

 

 

Emons Verlag

Lütticherstrasse 38

50674 Köln

Deutschland

 

www.emons-verlag.de

 

 

Oneworld Publications

Point Blank

10 Bloomsbury Street

WC1B 3SR London

England

 

www.oneworld-publications.com

 

 



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Interview

Laura Bünd, Agentin des Savoir Vivre, interviewt Peter Beck über SÖLDNER DES GELDES, KORROSION und Katzen (15 Minuten).

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KORROSION - Gespräch mit dem Autor

 

Ein Gespräch mit Peter Beck über seinen neuen, beklemmenden Thriller KORROSION. Und warum er Tom Winter, den wortkargen Helden, weiter beschäftigt hat.

 

Ist KORROSION eine Fortsetzung von SÖLDNER DES GELDES, deines ersten Thrillers?

Nein. Es ist eine komplett neue Geschichte, eine eigenständiges Geschichte. Aber Tom Winter kommt darin wieder vor.

 

Warum hat es so lange gedauert, bis KORROSION fertig war?

Gut Ding will Weile haben. Der Text musste reifen. Bis ein Thriller fliesst braucht es viel Knochenarbeit. So habe ich z.B. einen Viertel des Manuskripts wieder gelöscht. Ich habe alles gestrichen, was nur ansatzweise nach Langeweile roch. Das war hart. Aber erst Lektorin, Korrektorin und Grafikerin haben dann daraus ein schönes Buch gemacht. Rückblickend glaube ich, dass ich ziemlich Respekt vor dem Zweitling hatte und den Thriller noch dichter, noch fesselnder machen wollte.

 

Und? Mission erfüllt?

Keine Ahnung. Wir haben unser Bestes gegeben. Jetzt liegt es an den Leserinnen und Lesern.

 

Was hat sich gegenüber dem Vorgänger verändert?

KORROSION ist insofern anders, als Winter dieses Mal nicht die halbe Welt retten muss, sondern sich ’nur’ in eine Familiengeschichte verstrickt, in ein tragisches Geflecht aus Missbrauch, Ausbeutung und Rache, das bis in die Siebziger zurückreicht.

 

Was ist mit Tom Winter? Hat er sich weiterentwickelt?

Heute weiß ich, dass Tom Winter funktioniert. Winter bleibt deshalb Winter, ein Mann der überlegten Tat, kompromisslos, schlagkräftig und mit trockenem Humor. Viele Leser haben mir gesagt, dass sie sich in Tom Winter ’verliebt’ haben. Erstaunlicherweise haben einige in ihm eine Art ’James Bond’ gesehen. Das war nicht beabsichtigt und ich habe ihn diesmal deshalb emotionaler, verletzlicher geschrieben. Er irrt sich auch einmal. Wenn schon 007, dann mehr Daniel Craig als Roger Moore. Alles in allem ist Winter ein ziemlich normaler Typ. Er arbeitet, hat einen schwierigen Chef und eine Katze und will sein Haus fertig renovieren.

 

Aber er ist immer noch Sicherheitschef einer Schweizer Bank?

Ja, aber anfangs habe ich mir tatsächlich kurz überlegt, ihn zu entlassen. Doch seine Rolle in der Thriller Welt ist einmalig. Deshalb habe ich ihn weiter beschäftigt. Als Sicherheitschef einer Bank ist Winter immer im Dilemma zwischen Profit und seinem Drang, das Richtige zu tun. Wir alle stecken tagtäglich im gleichen Dilemma, wenn auch nicht in diesen Größenordnungen. Das könnte ein Grund sein, warum man sich so gut mit ihm identifiziert. Beim Schreiben besonders Spaß macht die internationale Seite. Wegen seiner internationalen Kunden kann ich Winter an ’exotische’ Orte auf der ganzen Welt schicken. In KORROSION ist er auf den Azoren, dem Titlis bei Luzern, im idyllischen Nürnberg und im rauen Manchester.

 

Kennst du die Orte alle aus eigener Erfahrung?

In Manchester habe ich zwei Jahre gelebt, die Azoren mit ihren Vulkanen haben wir bereist, und in Nürnberg war die Criminale, das Jahrestreffen der deutschsprachigen Krimiautorin. Aber im Sudan oder in Libyen war ich noch nie. Das würde ich mich ehrlich gesagt auch nicht getrauen. Ich bin nicht so mutig wie Kriegsreporter oder die Ärzte ohne Grenzen. Die Geschichte von der Reise des Nubas aus dem Sudan entstand ganz in meinem Kopf.

 

Warum gerade ein Sudanese?

Im Sudan herrscht seit langem Krieg, viele Bewohner hungern und müssen ihre Dörfer verlassen. Obado steht mit seinem Schicksal stellvertretend für viele andere. Als Autor kann man, muss man sich in andere hineinversetzen. Wie fühlt es sich an, wenn man ohne Nichts und in maroden Booten übers Mittelmeer will?

 

Und? Wie fühlt sich das an?

Hoffnung? Verzweiflung? Obado ist ein erdverbundener, stolzer Nuba, der in Karthum studierte und dann plötzlich seine Familie verliert. In KORROSION habe ich mir detailliert vorgestellt, was in ihm vorgeht und welche Strapazen er auf sich nimmt, um nach Europa zu kommen.

 

Warum der Titel KORROSION?

KORROSION beschwört vor dem inneren Auge das Bild von Säure und Rost herauf. KORROSION steht für ein rostendes Schiff, das zerfressen wird und früher oder später sinkt. Im übertragenen Sinn rosten auch Werte wie ’Freiheit’, ’Respekt’ oder ’Hilfsbereitschaft’. Gerade in der Migrationsdiskussion gibt es ja leider eine Verrohung der Sitten. Der Internet Mob lässt grüßen. Aber auch Werte müssen gepflegt werden, sei dies in der Partnerschaft, der Familie, in der Firma, der Politik oder der Gesellschaft.

Da drückt meine zweite Berufung durch, in der ich Organisationen u.a. bei Wertediskussionen unterstütze. Die zentralen Werte eines Unternehmens gilt es jeden Tag zu pflegen, mit Leben zu füllen. Wenn die Kultur stimmt, dann arbeiten die Leute gern, gut und produktiv.

Doch der langen Rede kurzer Sinn ist, dass die Säure in KORROSION auch die Protagonisten unerbittlich zerfrisst.

 

Ist der Titel von dir?

Als Autor kann ich beim Titel Vorschläge machen, aber das letzte Wort hat der Verlag. Zum Glück waren wir uns bis jetzt immer einig.

 

Auch beim Cover?

Ja. Ich habe natürlich Ideen skizziert. Die kreativen Profis haben dann mehrere Versionen entworfen und getestet. Bis wir ein so tolles Cover hatten brauchte es ein paar Anläufe. Jetzt lädt der verrostete Umschlag einem geradezu ein, den Thriller in die Hand zu nehmen.

 

Es geht auch um ein Testament. Ist das eine Anspielung auf Grisham?

Es wäre natürlich schön, wenn sich KORROSION wie DAS TESTAMENT verkaufte. In KORROSION ist es aber nur ein Scharnier zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

 

Was liest du als Autor?

Tartan Noir von Ian Rankin, Denise Mina und Stuart McBride. Tana French aus Irland. Ich lese auch die Nordländer von Stig Larsson über Adler Olsen bis zu Jo Nesbø. Oder Lee Child mit Jack Reacher. Mein Favorit ist allerdings John le Carré. Ich liebe es, Serien zu sezieren. Da werde ich richtig süchtig, denn ich will unbedingt verstehen, warum sie mich faszinieren. Als Jugendlicher habe ich alle Maigrets verschlungen. Und letzthin las ich die Bernie Gunther Romane von Philip Kerr. Die Zerrissenheit und die clever verzweigten Stories sind sehr inspirierend. Im Moment lese ich Mick Herrons Serie mit Jack Lamb und den abgehalfterten Spionen auf English.

 

 

Gibt’s Tom Winter eigentlich auch in anderen Sprachen?

Bald, ONEWORLD, der Englische Verlag, der 2015 und 2016 den Man Booker Preis gewonnen hat, wird die Reihe mit Tom Winter nächstens herausbringen. Ich freue mich riesig auf die engli- schen Ausgaben, denn dann können auch meine Freunde in England, Amerika, Indien, ja auf der ganzen Welt Tom Winter lesen. Das spornt mich auch an, noch härter zu arbeiten und mir bei jeder Zeile zu überlegen, wie ich den Lesern dienen kann, wie ich den Film in deren Kopf noch spannender, noch fesselnder machen kann. 

 

Wann kommt der nächste Thriller mit Tom Winter heraus?

Der nächste Winter kommt bestimmt.    

Lesung im OrellFüssli/Thalia im LOEB, Bern, Foto von Peter Hirzel, photos @hipSh0ts Instagramm und flickr


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